Schiedel Schornsteinsysteme
Deutschland

 

Standsicherheit von Schornsteinen

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Schornstein muss standsicher ausgebildet sein 

Schornsteinaustritt nahe dem Dachfirst

Der über die Dachfläche hinausragende Teil des Schornsteins ist erheblichen Windkräften ausgesetzt und muss dementsprechend standsicher ausgebildet werden. Um aufwendige Konstruktionen für die Gewährleistung der Standsicherheit zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn der Schornstein in der Nähe des Firstes durch die Dachfläche hindurchtritt. Die auftretenden Windkräfte können dann leicht in die angrenzenden Bauteile eingeleitet werden.

 

Schornsteinkopf kann keine Zugspannungen aufnehmen

Der Nachweis der Standsicherheit ist nach DIN V 18160 Teil 1 Abschnit 13 zu führen. In der Regel ist davon auszugehen, dass der Schornsteinkopf keine Zugspannungen aufnehmen kann. Damit hat die Eigenlast des Schornsteins allein sicherzustellen, dass es unter dem Einfluss der Windkraft nicht zum Kippen des Schornsteins kommt. Die zulässige Höhe des Schornsteins über der höchsten seitlichen Abstützung ist infolgedessen begrenzt. Sie ist von den Abmessungen des Schornsteins und seinem Gewicht, sowie von der Höhe der Schornsteinmündung über Erdgleiche, abhängig.

Zulässige Höhe von Schornsteingröße und Gewicht abhängig

Seitliche Abstützung

Abstützende Bauteile müssen wie in DIN V 18160 Teil 1, Abschnitt 13.3.1.1 angegeben, offensichtlich nahezu unverschieblich sein im Verhältnis zu den seitlichen Verschiebungen des Schornsteinkopfes durch Windkräfte, die ohne die höchste seitliche Abstützung auftreten würden. Dies ist z.B. bei Dachdecken aus Stahlbeton und bei Dachstühlen nach DIN 1052 Teil 1 auf Gebäuden mit tragenden Wänden aus Mauerwerk oder Beton gegeben. Nicht immer dagegen ist dies bei Dachdecken von Holzhäusern in Tafelbauart nach DIN 1052 Teil 3 der Fall.

Besondere bauliche Maßnahmen bei größeren Höhen über Dach

Sollten sich bei der Planung größere Höhen über der höchsten seitlichen Abstützung ergeben, macht dies besondere bauliche Maßnahmen, wie z.B. eine Winkeleiseneinfassung oder eine Ummauerung mit einer Wandstärke 11,5 cm erforderlich. Hierbei ist der Nachweis der Standsicherheit im Einzelfall durch den Planer zu erbringen.

Beispiel einer vorgefertigten Bewehrung als statische Absicherung über Dach

Werksmäßig vorgefertigte Bewehrungssets können in die Bewehrungskanäle der Mantelsteine eingebracht werden. Der Nachweis der Standsicherheit erfolgt über die entsprechenden produktspezifischen Tabellen.

Fertigelement Schornstein mit biegesteifer Verbindung

Alternativ zur Verwendung von Bewehrungssets ist auch die Verwendung von Fertigelement Schornsteinen mit biegesteifer Verbindung möglich. Neben den größeren Bauhöhen über Dach können hier auch Konstruktionen mit größeren Abständen zwischen den seitlichen Abstützungen als in der DIN V 18160 Teil 1 Abschnitt 13.3.1.1 zulässig realisiert werden.

 
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